Energie in Bulgarien und deutsche Unternehmen

4. Mai 2009

Ein – wie ich finde – sehr interessantes Video zu Bulgarien, welches sich insbesondere mit der dortigen Energiepolitik und dem Bereich der erneuerbaren Energien befasst.

Interviewt wird u.a. die stellvertretende Ministerpräsidentin Dr. Meglena Plugtschieva, die lange Zeit Botschafterin der Republik Bulgarien in Berlin war. Derzeit ist Dr. Plugtschieva u.a. für die Verwaltung der EU-Mittel in Bulgarien zuständig.

Wichtig ist auch der Hinweis, dass in Bulgarien Wahlen bevorstehen, die voraussichtlich zu anderen Mehrheitsverhältnissen führen werden.

Der Beitrag zeigt, dass Unternehmen hier zu Lande Möglichkeiten haben, sich in Bulgarien zu betätigen, auch wenn dies nicht immer einfach ist.

Die Tatsache, dass Landespolitiker aus Deutschland vom bulgarischen Ministerpräsidenten Stanishev, der stellvertretenden Ministerpräsidentin sowie dem Umweltminister empfangen werden, zeigt m.E. eine gewissen Priorität der Zusammenarbeit mit Deutschland was die erneuerbaren Energien, insbesondere in den Bereichen Windenergie und Solarenergie, angeht.

Dies zeigt auch die Tatsache, dass es zuvor einen Besuch von bulgarischer Seite in Brandenburg gab, dem das Interesse Bulgariens an erneuerbaren Energien zu Grund lage. In einem Pressebericht, abrufbar unter:

http://www.niederlausitz-aktuell.de/artikel_6_5426.php

heißt es hierzu:

Platzeck erwidert mit seiner Reise einen Besuch des bulgarischen Premierministers Sergey Stanishev im November vergangenen Jahres in Potsdam. Der Premierminister hatte sich damals besonders interessiert an den Erfahrungen und Erfolgen Brandenburgs beim Ausbau erneuerbarer Energien gezeigt.



Solarprojekt in Bulgarien

3. Mai 2009

Laut Mitteilung von NEWS BG wurden in der Gemeinde “Paunovo” in Bulgarien einer der vielleicht größten Solarparks in Südosteuropa errichtet:

An diesem Großprojekt waren auf deutscher Seite die IBC Solar beteiligt, aus Bulgarien stammt der andere JointVenture – Partner “SunService”.

Der Bericht über das Projekt lautet auszugweise:

“A photovoltaic park with installed power of 1 Mwp was built by the Bulgarian enterprise “InterSol” in the regions of Paunovo village, Ihtiman municipality, informed the company investor.

The solar facility is the biggest of its kind not only in Bulgaria but in Southeast Europe. The energy plant is situated at an area of 45 decares on which over 13 thousand slim thin layer amorphous – silicon solar modules, produced by Japanese company.

The Bulgarian “SunService” used the services of the German IBC Solar AG as a consultant. For the whole project, which was completed within a year, less than 4 million euro have been invested.

The electricity productivity of the new solar plant near Ihtiman will equal at least 1 250 Mwh/MWp.”

Den Artikel finden Sie hier.


Förderung von Solarprojekten in Bulgarien

3. Mai 2009

Kleinere Solar-Projekte in Bulgarien werden durch das „Programm zur Finanzierung ländlicher Regionen“ gefördert. Hierbei handelt es sich um ein EU-Programm, zuständig hierfür ist in Bulgarien grundsätzlich das Landwirtschaftsministerium, wobei auch andere Behörden involviert sind.

Gefördert werden z.B. Projektentwicklungskosten, z.B. für Consulting, Planung, Erwerb notwendiger Genehmigungen, Rechtsberatung, technische und wirtschaftliche Analysen etc., aber auch z.B. der Erwerb von (neuen) Maschinen und Software – nicht aber z.B. Kosten für den Erwerb des Bodens.

Gefördert werden 70 % der tatsächlich angefallenen Kosten bis zu einem Höchstbetrag von 200.000 Euro.

Allerdings werden diese Kosten grundsätzlich – es gibt insoweit auch gewisse Ausnahmen – erst nach Durchführung der Investition erstattet, d.h. man muss „vorleisten“ und es besteht natürlich immer das Risiko, dass bestimmte Kosten später nicht „anerkannt“ werden.

Voraussetzung ist u.a. ferner, dass es sich um eine Person oder kleine Firma handelt, die in der Gemeinde, in welcher das Projekt erfolgt, und die „gefördert“ wird, ihren Sitz oder Niederlassung hat.

Es gibt in Bulgarien eine Verordnung hierzu, die eine Vielzahl der Fragen im Zusammenhang mit diesem Förderprogramm regelt.


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